Was macht eigentlich ein Administrator? | IT-Talents

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01.02.2017
von Jan-Dirk
in IT-Talents

Was macht eigentlich ein Administrator?

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Ein Administrator ist für die Verwaltung und Pflege der IT-Infrastruktur zuständig. Im Vergleich zum Techniker verlegt er jedoch keine Kabel oder ist für den Aufbau von Hardware zuständig, sondern kümmert sich nahezu ausschließlich darum, dass beispielsweise die Geräte untereinander reibungslos kommunizieren oder Benutzerrechte verteilt werden.

Lesezeit: ca. 4 Min.

Die Aufgaben eines Admins innerhalb einer IT-Landschaft können vielseitig sein oder auf ein bestimmtes Themengebiet beschränkt werden. Ob der Administrator ein Allrounder oder Spezialist für einen Bereich ist, hängt oft von der Größe einer IT-Landschaft ab. Kleinere Unternehmen benötigen häufig einen Allrounder, während sich größere Betriebe mehrere Admins für unterschiedliche Bereiche leisten. Ein Systemadministrator ist beispielsweise für die Verwaltung des EDV-Systems zuständig. Er schaut, dass Zugriffsrechte richtig verteilt sind, verwaltet zentrale Speicher bzw. Datenbanken und muss sich darum kümmern, dass die Software auf dem aktuellen Stand ist bzw. neue Tools installiert werden. Daneben gibt es beispielsweise Netzwerkadministratoren, die für das interne und externe Betriebsnetzwerk zuständig sind. Sie verwalten die E-Mail-Konten, stellen sicher, dass es eine Internetverbindung gibt, und sind auch dafür zuständig, dass Geräte ohne Probleme miteinander kommunizieren. Der Serveradministrator ist wiederum für den Betrieb von Servern, in der Regel handelt es sich dabei gleich um mehrere Server in Form von einer "Server-Farm" mit mehreren Racks, zuständig.

Welche Fähigkeiten sind notwendig?

Die wichtigste Voraussetzung für einen Administrator sind fundierte IT-Kenntnisse. Egal ob es sich um einen Systemadministrator oder einen Serveradministrator handelt, Grundkenntnisse müssen sowohl bei Spezialisten als auch bei Allroundern vorhanden sein. Fundierte Kenntnisse muss ein Administrator in jedem Fall im Bereich von Betriebssystemen haben. Neben Windows gehören UNIX Systeme zu den am häufigsten genutzten Systemumgebungen. Dies bezieht sich nicht nur auf die Betriebssysteme, sondern vor allem auf Server- bzw. Netzwerktechnik, bei der ein Serveradministrator gefordert ist. Speziell im Bereich Server gibt es zahlreiche Zertifizierungen, deren Erwerb für einen Serveradministrator eine zusätzliche Qualifikation bedeutet. Unverzichtbar für einen Systemadministrator ist seine Fähigkeit zum analytischen Denken. Die Erstellung von komplexen Plänen der IT-Infrastruktur erfordert zudem ein lösungsorientiertes und zielgerichtetes Arbeiten. Vielfach erforderlich sind auch Kenntnisse in verschiedenen Skriptsprachen, mithilfe derer Anweisungen etwa für Server geschrieben werden. Abhängig von der Spezialisierung sind oft auch zusätzliche Skills wie im Bereich der Netzwerktechnik (IP-basierte Netze) oder für die Verwaltung von Datenbanken notwendig. Häufig unterschätzt werden die notwendigen Sprachkenntnisse. Jeder Administrator sollte zumindest über einen Fachwortschatz in Englisch verfügen, da nicht nur viele Kommandos in dieser Sprache sind, sondern beispielsweise Support der Hersteller oftmals ausschließlich in Englisch angeboten wird.

Wie kann man Administrator werden?

Der Weg zum Administrator ist sehr vielfältig und auch stark abhängig vom jeweiligen späteren Aufgabenbereich. Grundsätzlich kann der Beruf eines Systemadministrators für EDV-Anlagen in Form einer Lehre begonnen werden. Der Lehrberuf ist häufig an die technische Lehre des EDV-Technikers gebunden. Vergleichbares gibt es auch für den Netzwerk- oder Serveradministrator. Problemlos lassen sich die Aufgaben eines Administrators meist auch nach dem Besuch von Schulen mit einem EDV-Schwerpunkt meistern. In der Regel schließen diese Schulen mit Abitur ab. Mit der Ausbildung zum Fachinformatiker stehen den Absolventen zahlreiche Berufsfelder in der IT offen und sie können neben Systemadministrator beispielsweise auch als Softwareentwickler oder im Bereich des IT-Consulting arbeiten. Daneben gibt es zahlreiche Ausbildungen und Studiengänge an Hochschulen, die wahlweise ein allgemeines Informatikstudium anbieten oder sich bereits auf einen speziellen Schwerpunkt wie Netzwerke konzentrieren. Absolventen von Hochschulen arbeiten in der Regel jedoch nicht mehr als reine Administratoren, sondern werden vermehrt beispielsweise im Entwicklungsbereich von IT-Infrastrukturen eingesetzt.

Mit welchem Gehalt kann ein Administrator rechnen?

Die Gehaltsspanne eines Administrators kann sehr groß sein, abhängig von seiner Ausbildung und seinen Qualifikationen können dies mehrere Tausend Euro Unterschied bedeuten. Administratoren, die über spezielle und sehr seltene Zertifizierungen zum Beispiel im Bereich von Servern und Virtualisierung verfügen, kosten Unternehmen durchaus an die 10.000 Euro monatlich. Allerdings ist die Erlangung solch spezieller Zertifikate sehr zeit- und kostenaufwendig. Administratoren, die eine Lehre oder entsprechende Schule absolviert haben können im Schnitt mit Einstiegsgehältern zwischen 1.500 -2.000 Euro rechnen. Hier gilt ebenfalls: Je besser die Qualifikation ist, umso größer ist die Bereitschaft zu höheren Gehältern. Grundsätzlich bedeutet die Arbeit eines Administrators auch ein lebenslanges Lernen. Nur so kann er technisch immer auf dem aktuellsten Stand sein. In der Regel leisten sich bereits mittlere Unternehmen einen eigenen Systemadministrator, der das hauseigene EDV-System betreut. Größere Unternehmen haben eigene IT-Abteilungen in der oft mehre Administratoren, die auf bestimmte Gebiete spezialisiert sind, arbeiten. Daneben gibt es Dienstleister, die sich auf die Betreuung von EDV-Systemen bzw. Netzwerken von anderen Unternehmen spezialisiert haben. Sie übernehmen beispielsweise die Administration und den Support für die Mitarbeiter des Kunden. Um in einem solchen IT-Unternehmen als Administrator arbeiten zu können, ist jedoch eine fundierte Ausbildung notwendig. Oft werden sogar Mitarbeiter bevorzugt, die diesen Beruf als Lehrberuf gestartet haben, da sie in der Regel deutlich bessere und tiefere Kenntnisse der Technik besitzen als beispielsweise Absolventen von Hochschulen, da sich diese Ausbildung eher auf Führungspositionen bzw. theoretische und forschungsrelevante Probleme der Informatik konzentriert.

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