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29.07.2019
von Jan-Dirk
in IT-Talents

Was ist eigentlich Green IT?

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Alles über die ressourcenschonende Informationstechnik

Green IT oder Green Computing ist das Konzept, den weltweit zunehmenden Energiebedarf durch digitale Geräte mit einem Fokus auf umweltfreundliche und energieeffiziente Lösungen unter Kontrolle zu halten. Doch es steckt noch mehr hinter dem Begriff.

Lesezeit: ca. 7 Min.

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Die Grundlagen von Green IT

Digital wird die Welt – aber bitte auch energieeffizient und naturfreundlich. Green IT lautet der Oberbegriff der Bestrebungen, die Informationstechnologie umweltfreundlicher zu gestalten.

Als Basis für das Konzept um Green IT steht die Nachhaltigkeit in unserem Umgang mit dem Planeten. Alle Aspekte rund um die Informationstechnologie sind auf Ressourcen, Materialien und Energie angewiesen – diese möglichst effizient und somit umweltfreundlich einzusetzen, ist der Grundgedanke von Green IT.

Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist ein unvermeidlicher Bestandteil unserer modernen Welt, sowohl im privaten Sektor als auch in der Industrie und Öffentlichkeit. Alleine durch die große Zunahme digitaler Geräte seit den 1990er Jahren verschlingt der gesamte IT-Bereich einen großen Teil der globalen Ressourcen.

Eine Reduzierung dieser sich im Einsatz befindlichen Computer und sonstiger Endgeräte ist höchst unwahrscheinlich – ganz im Gegenteil.
War in Deutschland vor etwas über zehn Jahren der Anteil von IKT am gesamten Stromverbrauch noch bei etwa zehn Prozent, so wird für das Jahr 2020 bereits eine Verdopplung prognostiziert – diese Zahlen veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Jahr 2008.

Aspekt „Green through IT“

Die digitale Revolution hat also einen großen Einfluss auf die Nutzung von Energie und weiteren Ressourcen. Bleibt der Trend ungebremst, zeichnet sich eine weitere Verdopplung des Stromverbrauchs ab, womit IKT zu einer der größten Klimabedrohungen würde. Doch die vermehrte Nutzung digitaler Technologien bringt nicht nur negative Aspekte mit sich.

Durch digitale Lösungen sind viele Altlasten unseres täglichen Lebens weggefallen, die sich vor allem auf die Natur auswirken. Besonders durch die digitale Datenspeicherung und -übermittlung besteht die Möglichkeit, viel Abfall zu reduzieren. Häufig liest man heute bereits vom papierlosen Büro, das keinerlei physikalische Akten mehr verwendet.

Da ohnehin ausnahmslos Computer in Büros zum Einsatz kommen, die Energie verbrauchen, ist eine zusätzliche Hinterlegung aller Daten und Informationen auf Papier nur eine redundante, doppelte Belastung der Umwelt. Wer einmal einen Blick in Aktenarchive größerer Unternehmen geworfen hat, kann sich vorstellen, welche unglaublichen Mengen an Papiermüll – nicht selten zusätzlich mit Plastikfolien und Heftklammern zusätzlich belastet – sich über die Jahre ansammeln können.

Mit einem höheren Energieverbrauch wird also ein anderer Aspekt der Nachhaltigkeit wieder aufgewogen. In der Zukunft, wo die Stromnetze idealerweise aus einem größeren Anteil an erneuerbaren Energien bestehen, ist dies also eine optimale Lösung.

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Die Notwendigkeit von Green IT

Dennoch ist es damit nicht getan. Einfach zu sagen, dass durch die digitale Informationsautobahn an anderer Stelle nachhaltige Einsparungen entstehen, ignoriert die Tatsache, dass insbesondere heute noch durch hohe Energiekosten auch eine schlechte CO2-Bilanz entsteht.

Green IT beschäftigt sich nämlich nicht nur mit dem Stromverbrauch, sondern mit allen Aspekten der Nachhaltigkeit, die vom gesamten Lebenszyklus elektronischer Geräte beeinflusst werden. Elektronische Geräte enthalten wie auch Akkus und Batterien häufig Rohstoffe, die entweder bei nicht ordnungsgemäßer Entsorgung gefährlich für die Natur sein können, oder grundsätzlich selten und kostbar sind. Die Herstellung und Entsorgung spielen also eine genauso große Rolle, wie der Energieaufwand während der Betriebszeit.

Außerdem haben sparsamere IT-Strukturen auch einen wirtschaftlichen Vorteil, der im Interesse von Unternehmen und Privathaushalten sein sollte.

Alle Aspekte von Green IT entfalten erst zusammengenommen ihr volles Potential. Es ist eine große Herausforderung unserer Zeit, trotz des Dranges zum digitalen Fortschritt diese nicht aus den Augen zu verlieren.

Die besondere Rolle der Wirtschaft

Ein großer Teil der genutzten Ressourcen im Bereich IKT kommt in der Wirtschaft zum Einsatz. Dadurch bedingt kommt es leider zu einer eher schleppenden Umstellung, da der Schritt auf möglichst effiziente IT-Infrastrukturen mit hohen Kosten einher geht.

Unsere Zukunft ist zweifelsohne digital – umso wichtiger also, dass möglichst umfassend auf die Nachhaltigkeit unseres Umgangs mit IT geachtet wird. Daher muss es sich auch für Unternehmen wirtschaftlich lohnen, so bald wie möglich ihre IT-Systeme entsprechend auf möglichst effiziente Standards umzurüsten.

Der Vorteil daran: Mit Green IT wird nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit verbessert, sondern bringt im gleichen Zug auch ökonomische Vorteile. Hauptsächlich ein niedrigerer Energieverbrauch kommt vor allem bei größeren Operationen mit großen wirtschaftlichen Vorteilen daher.

Ein häufig angeführtes Beispiel sind Serverzentren, die in Zeiten von Cloud Computing und einer wachsenden Zahl an digitalen Diensten, die große Datenmengen abwerfen, eine immer größere Relevanz haben. Diese Hubs benötigen einen großen Teil der gesamten Energie im IKT-Bereich, da sie riesige Mengen an Servern betreiben.

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Green IT heute

Mit der Verwendung von ausschließlich möglichst energiesparenden Geräten lässt sich bereits ein großer Teil der Ressourcen einsparen. Dazu kommt die Sensibilisierung der Nutzer auf diese Themen, so dass nicht mehr genutzte Geräte möglichst abgeschaltet werden oder schon beim Kauf auf besonders umweltfreundliche Produkte geachtet wird.
Dazu kommen innovative Energiekonzepte wie etwa die Nutzung der Abwärme von größeren Datenzentren, um in der Nähe gelegene Gebäude damit zu heizen. Mit der kompromisslosen Maximierung des Nutzens aller verwendeten Ressourcen können große Potentiale ausgeschöpft werden, die die Gesamteffizienz von IKT verbessern.

Praktische Projekte

Hierzulande ist der Bundesverband BITKOM nicht nur ein großer Vorantreiber der Digitalisierung, sondern auch ein wichtiger Vertreter, wenn es darum geht, die Vorzüge von Green IT an Unternehmen zu vermitteln. Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit spielen eine große Rolle im Tätigkeitsfeld des Verbandes. Dabei wird ein besonderer Augenmerkt auf den gesamten Lebenszyklus der Geräte gelegt – insbesondere Entsorgung und Recycling sind wichtig.

Das BMWi arbeitet ebenfalls von staatlicher Seite aus sehr aktiv daran, energieeffiziente IKT voran zu bringen. Ein Hauptfokus legt das Ministerium auf Green IT in der Wirtschaft, insbesondere im Mittelstand.

Das Technologieprogramm „IT2Green“ ist essenziell für die praktische Umsetzung von innovativen Konzepten – im Rahmen des Förderprogrammes wird die Forschung dabei unterstützt, die Energieeffizienz in allen Aspekten der IKT zu maximieren.

Die Innovationspolitik des BMWi-Projekzes IT2Green sollen Energiekonzepte entsprechend fördern.

Standards und Normen – So sind entsprechende Produkte erkennbar

Da ein Fokus auf Energieeffizienz ohnehin, unter anderem im Privatbereich durch die Energieeinsparverordnung und andere gesetzliche Richtlinien, aber auch dem Interesse von Nutzern an sparsamen Geräten, bei den Herstellern von Elektrogeräten angekommen ist, gibt es verschiedene Zertifikate. Diese dienen dazu, aus unabhängiger Quelle die tatsächliche Tauglichkeit für verbrauchsarme IT zu bestimmen.

Es gibt mehrere Zertifikate, mit denen besonders sparsame Computergeräte ausgezeichnet werden können. Die wichtigsten darunter sind:

Der blaue Engel: Das altbekannte Umweltzeichen aus Deutschland, der Blaue Engel, zeichnet auch Elektrogeräte aus. Dabei ist dieses Zertifikat ein guter Hinweis auf die Verträglichkeit mit Aspekten der Green IT, da hier auch Recyclingfähigkeit und Nutzungsdauer für eine möglichst gute Umweltfreundlichkeit beachtet werden. Für die Vergabekriterien von Elektrogeräten wird übrigens auch BITKOM zu Rate gezogen.
Das EU-Energielabel: Jeder kennt sie – die Aufkleber mit der bunten Farbskala, die die Energieeffizienz eines Geräts von A+++ (Grün) bis D (Rot) angibt. Dieses konzentriert sich hauptsächlich auf die Leistungsaufnahme der Geräte beim Betrieb und gibt einige weitere Faktoren wie etwa die Existenz von Ausschaltern an. Sie kommen beispielsweise bei Bildschirmen und TV-Geräten zum Einsatz.
Der ENERGY STAR: Dieses Umweltzeichen aus den USA ist international anerkannt. Für die Vergabe dieses Zertifikats werden die Standards der EPA, also der Amerikanischen Umweltschutzbehörde, für besonders stromsparende Geräte angewandt. Aber Vorsicht: Jeder Hersteller, der des eigenen Erachtens nach die Kriterien hinreichend erfüllt, kann ohne Prüfung eine Nutzung des Zeichens auf den eigenen Produkten anmelden.
Das EU-Umweltzeichen: Auch hier wieder liegt ein Fokus auf der gesamtheitlichen Umweltfreundlichkeit des Produktes. Es wird an diese Produkte vergeben, die „geringere Umweltauswirkungen haben als Vergleichbare“. Auch eine gesundheitliche Risikobewertung fließt ein – insbesondere bei Laserdruckern, die in Büroräumen zum Einsatz kommen, ist dies wichtig.

Medienquellen:

Bild 1: mooshny / Fotolia.com
Bild 2: Trueffelpix / Fotolia.com
Video: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / YouTube.com

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