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09.09.2015
von Jana
in IT-Talents

Dein Weg in die IT-Branche (5)

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Heute: Elektroniker für Geräte und Systeme

Ein IT-Beruf für Tüftler, die es gerne praktisch mögen? Auch das gibt es! Bei der Ausbildung zum Elektroniker oder zur Elektronikerin für Geräte und Systeme ist sowohl technisches Verständnis, als auch handwerkliches Geschick kombiniert mit einer gewissen Fingerfertigkeit gefragt.

Lesezeit: ca. 5 Min.

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Gute Elektroniker für Geräte und Systeme sollten eine ruhige Hand haben

Die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme sollte vor allem für diejenigen unter Euch interessant sein, die ihren Computer schon mehr als einmal auseinander genommen haben, um ihn zu verarzten, oder einfach nur, um zu wissen, wie es darin aussieht. Damit einher geht technisches Geschick und Verständnis ebenso wie etwas Fingerspitzengefühl, um auch kleine und empfindliche Teile ordentlich an ihrem Platz verbauen zu können. Dabei ist es keine Seltenheit, dass die Teile, mit denen Du arbeitest, so filigran sind, dass Du mit speziellen Pinzetten arbeiten musst. Da so etwas, vor allem bei anfangs ungeübten Händen, schnell zu einer Fummelei ausarten kann, ist ein gewisses Maß an Geduld definitiv erforderlich, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet. Zwar entwickeln sich manche Handgriffe zur Routine, aber für besonders Ungeduldige dürfte diese Ausbildung doch nicht das Richtige sein. Das liegt unter anderem auch daran, dass oft an elektrischen Anlagen gearbeitet wird, was ein besonders umsichtiges Vorgehen und ordentliches Prüfen der Sicherheitsvorkehrungen mit sich bringt. Bei dieser Ausbildung wird allerdings nicht nur Dein technisches Geschick gefragt, Du wirst auch viel über Software und deren Konfiguration lernen. Sobald Du später die Teile richtig verbaut hast und alles an seinem Platz sitzt, wird es nämlich ebenso zu Deinen Aufgaben gehören, die gefragte Software zu installieren, so dass die Systeme korrekt funktionieren können. Der Kundenservice nimmt bei Deinem späteren Beruf zwar nur einen geringeren Teil ein als bei den kaufmännischen Varianten der IT-Berufe, dennoch ist auch hier Deine Fähigkeit, im Team zu arbeiten, gefragt und hin und wieder wird es auch vorkommen, dass Dir beratende Aufgaben im Kundenservice zufallen. Gänzlich menschenscheu sollte man also auch nicht sein, wenn man Elektroniker für Geräte und Systeme werden möchte.

Ausbildungsinhalte - Dafür solltest Du Dich begeistern können

Die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme geht etwas länger als die klassische 3-jährige duale Ausbildung: 3,5 Jahre müssen eingeplant werden, um Dir eine solide fachliche Basis zu beschaffen. Dabei findet Teil 1 der Abschlussprüfungen bereits nach den ersten beiden Ausbildungsjahren statt, sodass Deine Ausbilder sich einen Überblick darüber verschaffen können, wo Deine Stärken und Schwächen liegen - was aber auch für Dich selbst sehr hilfreich ist. Das ist sinnvoll, um in den darauffolgenden 1,5 Jahren einen Fokus darauf legen zu können, an Deinen Schwächen zu feilen und um herauszufinden, welche Fachrichtung für Dich als Vertiefung interessant sein könnte - auch wenn diesbezüglich natürlich bereits bei der Auswahl Deines Ausbildungsbetriebs in den meisten Fällen eine Vorauswahl getroffen wird. Während der ersten beiden Ausbildungsjahre erhaltet Ihr in der Regel einen relativ umfassenden Einblick in einen Großteil Eurer möglichen späteren Arbeitsfelder, von A wie Arbeitsorganisation über M wie Montagearbeiten bis hin zu Z wie Zufriedenheit Eurer Kunden. Das bedeutet, dass Ihr einen Ausbilder bei Kundenterminen außer Haus begleitet und so auf der einen Seite lernt, wie man mit Kunden umzugehen hat, auf der anderen Seite aber auch fachliches Wissen darüber mitnehmen könnt, wie man Geräte außerhalb einer Werkstatt warten und ggf. auch reparieren kann. Dabei wird eines der Dinge, die Euch immer wieder gepredigt werden, die Sicherheit sein, die vor allem Anderen steht. Ihr arbeitet an elektronischen Geräten mit Strom oder gefährlichen Betriebsmitteln, demnach liegt es in Eurer Verantwortung, höchst umsichtig und vorsichtig zu arbeiten, damit Ihr weder Eure eigene Sicherheit, noch die Anderer gefährdet. Ihr solltet demnach keine Angst vor Strom haben, aber trotzdem einen gesunden Respekt nie verlieren. Darüber hinaus werder Ihr in Eurer Ausbildung sowohl die Software- als auch die Hardwarekomponenten zu Euren besten Freunden machen müssen. Inhalte sind die Installation und die Konfiguration von IT-Systemen ebenso wie die Herstellung und Inbetriebnahme von einzelnen Komponenten, aber auch von komplexen Systemen. Analytisches Denken und die Fähigkeit, den Überblick zu bewahren, sind also sehr gefragt bei Elektronikern für Geräte und Systeme. Nachdem Ihr dann nach zwei Jahren eine Zwischenprüfung abgelegt habt, habt Ihr etwas mehr als die Hälfte Eurer Lehrzeit überstanden. Im Endspurt geht es nun hauptsächlich darum, Euer bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen und Euch immer weiter in die selbstständige Bearbeitung von Aufgaben zu lenken, auch wenn Ihr natürlich bei neuen Aufgaben stets einen Ansprechpartner habt, da es ja wie bereits erwähnt auch darum geht, Sicherheit für alle Beteiligten gewährleisten zu können. Allerdings werdet Ihr immer öfter bei neuen Problemen nach eigenen Lösungsvorschlägen gefragt und dürft Euch eigene Gedanken machen, wie Lösungsvorschläge aussehen könnten. Darüber hinaus werdet Ihr vor Teil 2 der Abschlussprüfung in der Mitte des vierten Ausbildungsjahres mehr über Geschäftsprozesse und Qualitätsmanagement lernen und darüber, wie Prüfsysteme erstellt und angewendet werden können.

In welchen Branchen habe ich Zukunftsaussichten?

Habt Ihr die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme schließlich erfolgreich abgeschlossen, habt Ihr besonders in größeren Betrieben der Industrie, die sich mit der Herstellung, Montage und Wartung elektronischer Systeme befassen, gute berufliche Chancen. Je nach Vertiefungsrichtung während der Ausbildung gibt es verschiedene Zweige, in denen Ihr auf die Suche gehen könnt. Dazu gehören beispielsweise speziell kommunikationstechnische Geräte, medizinische Geräte, automotive Systeme oder eine Spezialisierung auf Mess- und Prüftechnik. Egal in welche Richtung Eure Ausbildung ging, auch nach erfolgreichem Abschluss könnt Ihr Euch nicht lange auf Euren Lorbeeren ausruhen: Die Industrie entwickelt permanent und rasant neue Geräte und Systeme mit immer ausgefeilteren Technologien. Verschlaft Ihr es, Euch anzupassen und zu lernen, auch mit den neueren Technologien umgehen zu können, so wird Euch (vielleicht nicht die nächste, aber doch eine bald kommende) Generation der ausgebildeten Elektroniker für Geräte und Systeme schlichtweg den Rang ablaufen, weil sie schon in ihrer Ausbildungszeit mit diesen neuen Technologien gelernt haben. Es liegt also an Euch, an Weiterbildungen teilzunehmen und dafür zu sorgen, dass Ihr auf dem neusten Stand bleibt, dann sieht es bei der immer weiter fortschreitenden Technisierung auch nicht schlecht für Eure berufliche Zukunft aus.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir meist nur eine Geschlechterform benutzt, auch wenn selbstverständlich alle gemeint sind.

Gewünschte Qualifikation

Keine rechtlichen Regelungen, zur Orientierung: Zwei Drittel der neuen Auszubildenenden haben die Mittlere Reife, ein Viertel hat Abitur (2013, Agentur f. Arbeit).

Gehaltsrahmen

Während der Ausbildung:
1. Lehrjahr:815-840€
2. Lehrjahr:860-890€
3. Lehrjahr:920-950€
4. Lehrjahr:970-1.000€

Einstiegsgehalt nach abgeschlossener Ausbildung:
1.700-2.500€


Alle Angaben beziehen sich auf Bruttolöhne und sind nur Richtwerte.

Bewerbung

1-1,5 Jahre vor geplantem Beginn der Ausbildung.

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