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03.01.2018
von Jan-Dirk
in IT-Talents

Meinung: Programmieren ist nicht gleich Informatik

Grundlegende Kenntnisse der Informatik gehören zur Allgemeinbildung

Die Bedeutung und Tragweite digitaler Berufe wächst stetig. Obwohl sowohl die (Forschungs-)ergebnisse von InformatikerInnen als auch die Arbeit von ProgrammiererInnen unser tägliches Leben beeinflussen, ist das Grundwissen derjenigen, die nicht in diesen Bereichen tätig sind, oft lückenhaft und ungenau.
Grundkenntnisse müssen daher breiter vermittelt werden. Und ProgrammiererInnen müssen nicht Informatik studiert haben.

Lesezeit: ca. 3 Min.

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Jeder muss wissen, wie digitale Technologien funktionieren

Selbst Start-Ups, die mit der Entwicklung von Apps oder Websites beschäftigt sind und sich ausschließlich auf den digitalen Markt konzentrieren, geben die technischen Details und Entwicklung oft an einen Fachmann mit spezifischer Ausbildung ab. Das ist sicherlich eine sinnvolle Arbeitsteilung, Niemand kann Fachmann in allen Bereichen sein. Doch es verstärkt die Gefahr, dass das breite Allgemeinwissen bei den Themen Computer und Internet fehlt bzw. nicht aufgebaut werden kann. Für die digitale Bildung der Gesellschaft ist es außerdem notwendig, dass IT-Berufe nicht weiterhin in eine Sparte gesteckt werden, bei der jeder, der nicht darin arbeitet, auch nichts davon wissen muss.
Daher rührt auch die häufig vorkommende Verwechslung von ProgrammiererInnen und InformatikerInnen.
Ebenso wie wir alle in einem politischen System leben und unser Alltag durch die Politik unseres Landes beeinflusst wird, obwohl nicht alle Politikwissenschaften studiert haben, ist es auch für das Verständnis der Grundlegenden Funktionsweise von Smartphones und Computern, die unseren Alltag bestimmen, nicht notwendig, einen Abschluss in Informatik zu haben.
So wie es wichtig ist, das politische System und dessen Funktionsweise zu verstehen, ist es wichtig die Funktionsweise von digitalen Technologien zumindest in Grundzügen zu verstehen.

Der Unterschied zwischen Programmieren und Informatik

Während Informatik ein an Universitäten gelehrtes Fach ist, könnte sich jeder mit einem Laptop hinsetzen, anfangen zu programmieren und sich als ProgrammiererIn bezeichnen. InformatikerInnen können durch ihre universitäre Ausbildung als Wissenschaftler tätig sein. Dabei lernen sie nicht nur die mathematischen und theoretischen Grundlagen, sondern befassen sich ebenso mit der Berechnung komplexer Probleme der Informationswissenschaften. Dafür nutzen sie zwar Computer, doch diese dienen ebenso wie in anderen Wissenschaften hauptsächlich als Mittel bzw. Werkzeug und nicht als Gegenstand der Untersuchungen. ProgrammiererInnen sind wiederum diejenigen, die sich mit individuellen und nicht übergeordneten Problemen im digitalen Bereich befassen. Dabei kann es um die Erstellung einer Website nach den üblichen Schemata oder die Entwicklung einer Software gehen. Selbstverständlich befinden sich auch unter ProgrammiererInnen Menschen, die innovative Ideen haben und Projekte bearbeiten, die es in der Form noch nie gab. Die InformatikerInnen befassen sich jedoch mit den übergeordneten Problematiken, deren Lösung die Arbeit aller ProgrammiererInnen verändern würde.
Man kann den Unterschied zwischen InformatikerInnen und ProgammiererInnen ganz grob mit Architekten und ausführenden Handwerkern vergleichen. Während Informatiker grundlegende Arbeitsweisen und das "Haus der Informationstechnologien" entwerfen und entwickeln, sind Programmierer die Spezialisten in einer Programmiersprache (also quasi die Handwerker), die die Ideen umsetzen.


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Softwareentwickler müssen nicht studiert haben

Wichtig ist die Unterscheidung vor allem vor dem Gesichtspunkt, dass sich viele der oben erwähnten Vorurteile gegenüber InformatikerInnen und ProgrammiererInnen halten. So wird es in den nächsten Jahren einen massiven Fachkräftemangel im IT-Bereich geben, während gleichzeitig der Arbeitsmarkt für digitale Berufe stark wächst. Nicht jeder, der als IT-Experte in einem Unternehmen arbeitet, muss zwangsläufig Informatik studiert haben. Angehende Software-Entwickler sollten nicht durch ein jahrelanges Studium von ihrer Leidenschaft entmutigt werden. Die Ausbildung muss auf den späteren Arbeitsbereich angepasst sein. So wie ein Handwerker nicht Architektur studieren muss, muss ein Softwareentwickler nicht Informatik studiert haben. Eine Ausbildung im jeweiligen bereich der Softwarearchitektur und verschiedenen Programmiersprachen und Herangehensweisen ist nicht nur ausreichend, sondern sogar zielführender.
Programmiersprachen zu erlernen und anwenden zu können, erfordert nicht zwingend das Verständnis mathematischer Algorithmen. Ein weiteres Beispiel verdeutlicht den Unterschied. Heutzutage spricht fast jeder Mensch Englisch, obwohl nur ein sehr geringer Prozentsatz Anglistik studiert. Durch eine genauere Differenzierung von Informatik und Programmieren wird Studierenden geholfen, die für sie passende Ausbildung zu finden. So kann die Abbruchquote des Studienfaches Informatik reduziert werden, denn im Informatikstudium erlernen die Studierenden nur peripher die Programmiersprachen. Auch Stellenausschreibungen könnten genauer formuliert werden und auch diejenigen, die keinen Informatikabschluss haben, ansprechen. So bewegen wir uns langsam, aber stetig in die Richtung einer Gesellschaft, in der ein grundlegendes digitales Verständnis eine Selbstverständlichkeit darstellt und die Wissenschaft der Informatik weiterhin als anspruchsvolle theoretische Ausbildung in Form eines Studiums bestehen bleibt.
Wichtig ist dafür, dass schon in der Schule genauer differenziert wird und u.U. der Bereich der Ausbildungsberufe im IT-Bereich gestärkt wird. Auch Quereinsteiger ohne Studium sollten ermutigt werden, sich zu "ProgrammiererInnen" ausbilden zu lassen.

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