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22.11.2019
von Jan-Dirk
in IT-Talents

IT-Fachkräfte werden immer kräftiger umworben

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Mehr als 82.000 fehlende Fachkräfte im IT Bereich in 2018 machen Arbeitgeber kreativ

Vom Fachkräftemangel ist häufig die Rede, doch gerade die IT ist davon besonders betroffen. Allein Ende des Jahres 2018 galten 82.000 Stellen in dem Bereich als unbesetzt. Kein Wunder also, dass Unternehmen kräftig die wenigen Fachkräfte umwerben und sich das Bewerberverfahren quasi umdreht: Nicht die Arbeitnehmer buhlen um einen Job, die Arbeitgeber feilschen um die wenigen Bewerber. Einige Branchen treten besonders hervor, doch welche sind das? Und lässt sich das Problem lösen?

Lesezeit: ca. 5 Min.

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Abbildung 1: Der Fachkräftemangel in Deutschland nimmt weiter zu.
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Autohersteller und Bahn suchen händeringend Fachkräfte

Früher gab ein Unternehmen eine Annonce auf und wählte den einen Bewerber unter teils hunderten aus. In der IT-Branche wäre ein Betrieb teils durchaus froh, wenn es mehrere Bewerber gäbe. Da dies nicht der Fall ist, geht schon die Bewerbersuche ungewöhnliche Wege: Podcasts, besonderen Versprechen oder aber, um die jüngere Generation zu locken, auch mit Greta Thunberg. Insbesondere bei der Deutschen Bahn und in der Automobilindustrie werden Fachkräfte, also auch die IT-Spezialisten, händeringend gesucht. Suchte die Deutsche Bahn zuletzt Elektriker und andere Fachkräfte zuletzt per Wohnwagen in ganz Deutschland, sieht es bei den IT-Fachkräften anders aus:

  • Podcast - unter anderem bei Spotify werden Fachleute gesucht. Mitunter sogar mit Vorstellungen von Robotern, die Fahrgästen in der Nacht auf dem Bahnhof weiterhelfen könnten.
  • Veranstaltungen - eigens für IT-Fachkräfte gibt es Veranstaltungen und Recruiter, die sich einzig auf diesen Bereich konzentrieren.

Das Problem bei der Deutschen Bahn ist natürlich das herkömmliche deutsche Thema: Digitalisierung. Um die Bahn umzustellen, muss die Infrastruktur geschaffen werden und eben dafür benötigt es Spezialisten. Um die Bahnhöfe zu digitalisieren und eventuell noch mit künstlicher Intelligenz auszustatten, müssen schlichtweg gute Itler in das Unternehmen gezogen werden.

Nicht anders sieht es in der Automobilindustrie aus, Stichwort autonomes Fahren. Dieses lässt sich nur umsetzen, wenn Fachleute die entsprechenden Programme schreiben. VW bietet Bewerbern gleich eigene Wohnungen auf konzerneigenen Grundstücken an, ein Rundum-Sorglos-Paket also, das alle Bedürfnisse abdecken soll. Wer bei BMW unter Car IT anheuert, der erhält nicht nur die Bluecard und Hilfe beim Visum, sondern auch Unterstützung beim Umzug und sämtlichen anstehenden Gängen. Interessant dürfte es werden, sobald Tesla wirklich sein brandenburgisches Werk eröffnet. Denn damit könnte sich der Fachkräftemangel nochmals zuspitzen, immerhin ist Tesla bekannt dafür, einen Schritt voraus zu sein – und zu programmieren, wenn andere noch den Computer anschalten.

Fast alle Branchen suchen ITler

Mit der Industrie 4.0 wird der Job des IT-Profis immer wichtiger. Selbst kleinste Unternehmen kommen vielfach schon heute nicht mehr ohne eine IT-Abteilung aus. Wer nun keinen Spezialisten an der Hand hat, der kann teils keine Cloudservices installieren oder Probleme beheben. Es sind längst nicht nur die zukunftsweisenden Unternehmen, die aufgrund der mangelnden Fachkräfte im Zuge der Digitalisierung leiden, sondern auch andere Betriebe. Wer jemals in einem Betrieb arbeitete und das Chaos mitbekam, wenn der Druckbefehl nicht vom Drucker empfangen wurde, der erkennt die Problematik. Im Großen geht es jedoch um:

  • Dienstleistungen – ob Telekommunikation, TV oder auch fachliche Hilfe: Viele Dienstleistungen werden längst digitalisiert. Versicherungen, Banken, Finanzdienstleister oder gar Rechtsanwälte nehmen Aufträge oft schon digital an. Ohne eine vom Spezialisten eingebrachte Infrastruktur funktioniert dies nicht.
  • Behörden – in näherer Zukunft soll Deutschland digital werden, das wurde erst jetzt auf der Digitalisierungskonferenz beschlossen. Das bedeutet auch, dass Behördengänge virtuell erfolgen sollen. Um die Infrastruktur aufzubauen, werden IT-Experten benötigt.
  • Unterhaltung – kein Streamingdienst, kein Online-Casino, nicht einmal das Live-Radio des Fußballvereins kommen ohne IT-Fachkräfte auf, die die Plattform aufbauen und dementsprechend pflegen. Für das Online-Glücksspiel gilt zudem das, was für alle anderen Online-Spiele auch gilt: Es ist dauerhafter Nachschub notwendig, der auch noch für verschiedenen Plattformen und Endgeräte aufbereitet werden muss. So steckt hinter vielen Online-Casinospielen eine entsprechend hochwertige Software, wie ein Blick auf Sunnyplayer zeigt.
  • Medizinische Versorgung – während in US-amerikanischen TV-Serien Ärzte und Schwestern mit Tablets zwischen Labor und Behandlungszimmern oder gar dem OP verkehren, sieht es in den meisten deutschen Krankenhäusern und Arztpraxen ganz anders aus. Die Medizin von morgen setzt jedoch zunehmend auf Computerunterstützung und für diese ist wieder eine IT notwendig. Spezielle Operationen werden jetzt schon computerunterstützt durchgeführt, mit einer ausreichenden Digitalisierung können passgenaue Prothesen oder Orthesen erstellt werden.
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Wird sich der Fachkräftemangel lösen?

Normalerweise ließe sich sagen, dass die Arbeitsbedingungen für Fachkräfte nur gut genug sein müssen, denn so lässt sich das Interesse an den Jobs aus der IT aufrechterhalten. Das Problem in Deutschland ist jedoch, dass die nächste Generation nicht zuverlässig auf diesen Arbeitsbereich vorbereitet wird:

  • Digitalisierung an Schulen – eine Satiresendung schlug vor, dass Tablets an Schulen wenigstens dafür genutzt werden könnten, um sie unter wackelnde Tische zu legen. Was überspitzt klingt, trifft der Wahrheit leider vielerorts auf den Kopf. Die Digitalisierung an den Schulen steckt so tief in den Kinderschuhen, dass nicht zu vermuten ist, dass Schüler freiwillig IT, Technik oder Programmieren wählen.
  • Grundwissen – Schüler müssen sich ihr IT-Wissen selbst erarbeiten, denn die Schule greift ihnen selten unter die Arme. Dabei dürfte viel Potenzial verloren gehen, denn ist das Elternhaus nicht fähig, das Kind in seinen Interessen zu unterstützen, so wird es später kaum Informatik studieren oder einen entsprechenden Lehrberuf wählen.

Aktuell lässt sich der Mangel nur lösen, indem die Unternehmen um Mitarbeiter kämpfen und vielleicht auch interne Umschulungen bieten. Gesponserte Umschulungen auf den IT-Bereich wären ohnehin sinnvoll, denn mit ihnen ließe sich ein etwaiger Stellenabbau verringern. Für die künftige Generation ist allerdings fraglich, ob sie in jungen Jahren die Chance haben, sich an den Bereich heranzutrauen. Wobei es natürlich immer die Option gibt, dass Unternehmen selbst tätig werden und beispielsweise Stipendien oder Ferienlehrgänge anbieten – über diese ließen sich einige künftige Fachkräfte frühzeitig ins Unternehmen holen.

Abbildung 2: Auch im Unterhaltungsbereich werden viele ITler gesucht - Games müssen entwickelt werden.

Fazit - die Folgen des Neulands

Der jetzige IT-Fachkräftemangel ist hausgemacht, denn durch die Abschwächung der Wichtigkeit von Internet und IT wurde vielerorts auch das Bedürfnis geschwächt, sich in diesem Bereich auszubilden. Die Fachkräfte, die es gibt, können somit Rosinen picken, wenn sie einen neuen Job suchen. Der Fokus darf allerdings nicht allein auf dem Heute liegen, sondern muss schon die Zukunft mit im Auge haben. Die Digitalisierung erfordert immer neue IT-Kräfte und es muss vermutet werden, dass der heutigen Schülergeneration nicht das mit auf den Weg gegeben wird, was für eine solche Ausbildung nötig ist.

Bildquellen:
Abbildung 1: @ Kevin Ku / Unsplash.com
Abbildung 2: @ Christina @ wocintechchat.com / Unsplash.com

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