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20.12.2017
von Till Tauber
in Gastbeiträge von IT-Talenten

Die gelungene Bewerbung für die IT-Branche

Die IT-Branche ist schon immer eine schnelllebige Branche gewesen, in der eine neue Entwicklung die anderen jagt. Doch an einer Sache hat sich in all diesen Jahren nichts geändert: Ohne Bewerbung kein Fortkommen.

Lesezeit: ca. 6 Min.

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Ob nun eine Bewerbung per E-Mail, eine moderne Bewerbung über die sozialen Medien wie Facebook, XING oder LinkedIn: Die Arbeitgeber aus dem IT-Sektor erwarten noch immer einen Lebenslauf und meistens ein Anschreiben dazu. Unabhängig davon, ob es sich nun um eine Bewerbung per E-Mail oder um eine Bewerbung über ein modernes und ausgereiftes Onlinebewerbungsportal handelt – die Intention einer Bewerbung ist dabei gleich. Es geht darum, den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass Du der Richtige bist und dass es sich lohnt, Dich einzuladen. Oftmals weiß man schlichtweg nicht, wie man diese Message sinnvoll vermittelt. Und was gibt es bei der IT-Bewerbung eigentlich ansonsten noch zu beachten? Genau darum geht es in diesem Beitrag: Um Tipps für Eure Bewerbung als ITler!

Wie ist eine Bewerbung für den IT-Sektor aufgebaut?

Bewerbung ist nicht gleich Bewerbung. Schließlich sieht die Werbung im Fernsehen für ein Finanzprodukt mit Sicherheit anders aus als für das neueste Game. Da Ihr für Euch Werbung machen möchtet, solltet Ihr die Zielgruppe genau ansprechen. Schön ist es, dass bei vielen IT-Stellenangeboten die Anforderungen und die gewünschten Unterlagen benannt werden und Hinweise zur Firmenkultur gegeben werden. In der Regel besteht eine Bewerbung aus den folgenden Bestandteilen:

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf bzw. Curriculum Vitae (CV)
  3. Anlagen (Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnisse, Zertifikate usw.)

Eine komplette Bewerbung kann jedoch auch wie folgt aussehen:

  1. Deckblatt
  2. Anschreiben
  3. Lebenslauf
  4. „Dritte Seite“ / Projektliste
  5. Anlagen

In der Regel müssen das Anschrieben und der Lebenslauf wirklich immer erstellt werden, ganz unabhängig davon, ob Ihr Euch im IT-Sektor bewerbt, oder in einem anderen Bereich. Das Deckblatt ist ein Bewerbungsbestandteil, der optional ist. Wenn Euch ein Deckblatt mit Bewerbungsfoto gut gefällt, könnt Ihr darauf zurückgreifen. Wer sich eher ohne Deckblatt bewerben möchte, der platziert sein Bewerbungsfoto im Lebenslauf. In der Regel bietet das Deckblatt nicht unbedingt einen klaren Vorteil. Ich würde jedoch immer dann zum Deckblatt greifen, wenn eine E-Mail-Adresse angegeben ist und Ihr Eure Bewerbungsunterlagen in einer PDF-Datei verschicken möchtet. Bei Onlinebewerbungsportalen ist das Uploaden eines Deckblatts nicht vorgesehen. Dort ist es üblich, dass Ihr Anschreiben, Lebenslauf und Eure Anlagen einzeln hochladen müsst. Wie sieht es nun aber mit der Dritten Seite aus?

Die „Dritte Seite“ einer Bewerbung: Sinnvoll – oder nicht?

Aus meiner Erfahrung als Bewerbungsschreiber heraus würde ich sagen, dass man auf die Dritte Seite verzichten sollte. Doch für eine Bewerbung im IT-Sektor sieht die Sache schon wieder etwas anders aus. Warum? Ganz einfach: Weil Ihr in der Regel auf einen Werdegang mit zahlreichen Projekten zurückblickt und im IT-Bereich oftmals eine Vielzahl an Zertifikaten erlangt werden. Diese gilt es auf optimale Weise in Eure Bewerbung zu integrieren, ohne dass diese vom Umfang her „gesprengt“ wird. Das Anschreiben, das auch unter Bezeichnungen wie Bewerbungsschreiben und Bewerbungsanschreiben bekannt ist, darf nur eine Seite lang sein. Der Lebenslauf darf hingegen zwar zwei bis drei Seiten umfassen, doch oftmals reicht hier der Platz für Eure IT-Projekte einfach nicht aus. Dann bietet die „Dritte Seite“ einen geschickten Ausweg. Alle Projekte, die nicht ganz im Vordergrund stehen und für die im Lebenslauf nicht mehr ausreichend Platz war, können in einer Projektliste aufgeführt werden. Diese Projektliste ist dann Eure „Dritte Seite“.

Fazit: Die dritte Seite lohnt sich

Im Fazit halten wir also fest, dass sich die Dritte Seite für den ITler definitiv lohnt. Wichtig bei der Projektliste ist, dass diese übersichtlich und gut strukturiert ist. Überlegt Euch vorab genau, welche Projekte und Zertifizierungen Euren Wunscharbeitgeber interessieren. Manchmal ist auch bei einer IT-Projektliste weniger mehr.

Der Lebenslauf für die IT-Bewerbung

Beim Lebenslauf handelt es sich mehr oder weniger um das Kerndokument einer jeden Bewerbung. Mit diesem müsst Ihr Euren bisherigen Werdegang, nicht nur in der IT-Branche, kurz und knapp zusammenfassen. Zudem müsst Ihr Eure Kenntnisse im Lebenslauf klar benennen und, sofern Ihr kein Deckblatt verwendet, auch Eurer Bewerbungsfoto im oberen Bereich auf Seite 1 integrieren. Im Hinblick auf den Lebenslauf gibt es viele Feinheiten, die Ihr unbedingt beachten solltet. Im Nachfolgenden findet Ihr die wichtigsten Tipps für die Erstellung eines Lebenslaufs – innerhalb und außerhalb des IT-Sektors.

10 Tipps zum Lebenslauf

  1. Nutzt am besten ein übersichtliches Layout und ein Design, das nicht allzu verspielt ist.
  2. Achtet darauf, dass alle Bezeichnungen und Namen korrekt und vollständig genutzt werden.
  3. Lasst keine zeitlichen Lücken im Lebenslauf entstehen.
  4. Alle Zeitangaben sind soweit wie möglich monatsgenau und antichronologisch anzugeben.
  5. Beschreibt jede wichtige Station im IT-Sektor kurz mit ein paar Stichpunkten.
  6. Geht nicht zu sehr auf mögliche Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Krankheit ein.
  7. Erstellt den Lebenslauf immer aus einer positiven Perspektive heraus und lasst niemals eine mögliche Unzufriedenheit bei ehemaligen Arbeitgebern durchklingen.
  8. Integriert nur die für die angestrebte Stelle wichtigsten IT-Kenntnisse im Lebenslauf.
  9. Lasst niemals Widersprüche zwischen Eurem Lebenslauf und Euren Zeugnissen entstehen.
  10. Platziert Eure Kontaktdaten auch im Lebenslauf – entweder in der Kopfzeile oder in der Fußzeile.

Nachdem Ihr Euren Lebenslauf erstellt habt, könnt Ihr Euch nun dem Anschreiben Eurer Bewerbung widmen.

Nicht immer einfach zu erstellen: Das Anschreiben

Den meisten Bewerbern graut es schlichtweg vor diesem Dokument. Nicht verwunderlich, denn beim Anschreiben muss man einerseits formale Kriterien einhalten, andererseits jedoch eigene Gedanken zu Papier bringen. Diese sollten glaubwürdig sein und vor allem eine hohe Aussagekraft entwickeln. Zu selten schreibt man in der IT-Branche über sich selbst, um im Verfassen von Anschreiben Routine durch Erfahrung aufbauen zu können. Grundsätzlich solltet Ihr auf Euren Lebenslauf und auf die jeweilige Stellenanzeige zurückgreifen, wenn Ihr ein Anschreiben vorbereitet. Nur so habt Ihr ausreichend Informationen sowie den erforderlichen Überblick, um eine Passgenauigkeit zum Arbeitgeber herzustellen.

10 Tipps für das Anschreiben

  1. Baut Euer Anschreiben wie einen üblichen Geschäftsbrief auf.
  2. Sofern ein Ansprechpartner seitens des Arbeitgebers genannt ist, sollte man zwingend die direkte Anrede wählen.
  3. Fügt unbedingt die Stellen-ID bzw. Kennziffer in die Betreffzeile ein, sofern die Stellenanzeige eine benennt.
  4. Wählt eine Sprache, die zu Euch und natürlich auch zum IT-Beruf sowie zu der angestrebten Position passt.
  5. Lasst Euch nicht dazu verlocken, Negatives im Anschreiben zu thematisieren oder schlecht über ehemalige Arbeitgeber / Kollegen zu sprechen.
  6. Verweist auf Eure IT-Fähigkeiten und erläutert, wie diese zu Euren bisherigen Erfolgen beigetragen haben.
  7. Geht auf erfolgreich absolvierte IT-Projekte ein und fasst diese kurz zusammen.
  8. Beschreibt Eure Motivation für die vakante Stelle und übertreibt dabei nicht – bleibt immer glaubwürdig.
  9. Fügt eine eingescannte Unterschrift in das Anschreiben ein und verseht letzteres mit dem aktuellen Datum.
  10. Lasst Euer Anschreiben unbedingt Gegenlesen, bevor Ihr daraus eine PDF-Datei erzeugt.

Zu guter Letzt: Die Zeugnisanlage

Wenn Ihr mit dem Anschreiben und mit dem Lebenslauf fertig seid, habt Ihr die schwierigste Arbeit in Bezug auf eine Bewerbung schon hinter Euch. Bei der Zeugnisanlage ist nur noch Fleißarbeit bzw. ordentliches Einscannen gefragt. Dennoch sind einige Punkte dabei zu beachten.

Tipps für die Zeugnisanlage

  1. Bitte scannt alle Dokumente gerade und in guter Qualität ein.
  2. Erstellt ein kurzes Inhaltsverzeichnis für die Zeugnisanlage.
  3. Wählt die korrekte Reihenfolge für Eure Dokumente: Arbeitszeugnisse, Nachweise zur Ausbildung / Weiterbildung (z. B. Master-/Bachelorurkunde, Diplom, Abschlusszeugnis der Ausbildung), Zertifikate und sonstige Nachweise.

Die IT-Bewerbung im Fazit

Eine Bewerbung erfordert viel Arbeit, doch diese zahlt sich fast immer aus. Wer im IT-Sektor Karriere machen möchte, der wird zwangsweise mehrere Bewerbungen schreiben müssen. Das sieht auf den ersten Blick sehr schwierig aus, insbesondere, wenn man über sehr umfangreiche IT-Projekterfahrung verfügt sorgt der klare Vorteil für etwas mehr Aufwand, doch mit der richtigen Vorgehensweise kommt man ohne Umschweife zu einem ansehnlichen Ergebnis. Wichtig bei der Bewerbungserstellung sind, neben Sorgfalt und einer sauberen Sprache, die Fähigkeit, die eigenen Stärken und Schwächen realistisch beurteilen zu können. Wenn man einmal eine erfolgreiche Selbstreflektion betrieben hat, steht einem professionellen Lebenslauf und einem aussagekräftigen Anschreiben nichts mehr im Wege! In diesem Sinne viel Erfolg bei Eurer Bewerbung!

Etwas anders sieht es aus, wenn Du Deine IT-Karriere über IT-Talents.de starten möchtest

Bei IT-Talents musst Du Dich nicht direkt bei einem Unternehmen bewerben, Du kannst zunächst ganz unverbindlich Interesse an einem Unternehmen aus der IT-Branche bekunden. Tritt dafür einfach dem Talentpool des jeweiligen Unternehmens bei. Lebenslauf und Anschreiben kannst Du dann ganz unproblematisch aus den Angaben in Deinem Profil generieren.


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